Freitag, 14. September 2018

ich kann auch nähen ..

..wenn ich muss 😊

meist erst wenn es "pressiert" 
etwas unbedingt gemacht werden muß ..
ich hatte vor längerer Zeit eine Handytasche genäht 
die war jetzt vom täglichen Gebrauch abgewetzt und ausserdem passte ein größeres Handy nicht mehr hinein 
also hatte ich Ersatz versprochen 
und was man verspricht sollte man ja auch halten 


es sollte wieder eine schwarze werden 

das Material ausgesucht hatte ich schon im Juni .. und auch zugeschnitten 😇
eine alte Jeans und ein Rest Bärchenstoff 


 kennt ihr den Trick mit dem Anzeichnen? Wenn ihr keine Kreide habt könnt ihr auf dunkelem Stoff ein Stück Seife nehmen (kleiner Rest) .. das klappt prima 

 das Bärchen wurde aufgesteppt und die Naht von Ober- und Unterstoff an der Schmalseite geschlossen ..aber so dass eine Wendeöffnung bleibt 
das Halteband an der Seite festgesteppt ..
jetzt fehlt ein Foto vom nächsten Schritt 
das Ganze wird aufgeklappt dass die rechte Seite oben ist 
(umgedreht zu dem Bild oben .. die Rundung ist oben)
die untere Naht wird hochgeklappt soweit wie die Tasche reichen soll 
dann wird der Futterstoff passgenau drübergelegt (Band muss nach innen ) 
feststecken und knappkantig absteppen nur unten bleibt offen



 Bild vom genähten Teil fehlt auch leider 

jetzt wird von unten hineingegriffen und durch die Wendeöffnung alles hindurch gezogen 
bei solchen schmalen Taschen und festem Stoff nicht so einfach 



 nun muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen

und ein Druckknopf angebracht werden
der Vorteil ist das alle Nahtzugaben innen liegen und unsichtbar sind 

der Empfänger hat sich sehr gefreut als er endlich seine neue Handytasche bekommen hat 


dann habe ich noch ganz auf die Schnelle aus einer alten Jeans einen "Werkzeuggürtel" für den Garten gemacht .. immer renn ich hin und her um Bindfaden und Schere zu holen .. so kann es in die Taschen
Samentütchen passen auch hinein 
an die alten Schlaufen werde ich noch etwas anbringen an das ich mein Häckelchen hängen kann
vielleicht einen Gummi oder so was .. mal sehen

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Freitag, 7. September 2018

Bäume ..Wasser und Wolken

im Park am Mäuseturm

für Ghislanas mein Freund der Baum und das Monatsthema "Bewegung" bei bunt ist die Welt 
kommen mir die Bilder von einem "Ausflug" in den Park am Mäuseturm gerade recht 😉
am Dienstag war im alten Stellwerk die Eröffnung einer kleiner Ausstellung von Postkarten zur Rheinromantik 

 Kaltnaggisch  ist der Spitznahme von Bingerbrück 

der Wasserspielplatz von oben gesehen 

ich ließ mich von meiner Tochter zum Bahnhof in Bingerbrück fahren und war dann über die Brücke gleich an Ort und Stelle 



 Karten von der HP habe auch schon hier auf dem Blog gezeigt 

 eine Blütenrabatte am Eingang ..ansonsten hat es Rasenflächen 

 das alte Stellwerk ..an der schrägen Seite hin früher eine große Uhr ..
da konnte ich immer schauen ob ich in der Zeit war oder mich sputen musste wenn ich morgens in die Schule lief 😉

 das "rollende Klassenzimmer"
ein alter Eisenbahnwagen dient als Sommerklassenzimmer und wird von den Schulen genutzt 


 dieses Fahrgestell ist nicht mehr in Bewegung.. aber es könnte noch.. wenn es sollte 😉

 Wasser.. das "Urbild" von Bewegung ..

auch wenn es scheinbar still steht bewegt es sich trotdem 

 auch Wolken stehen für Bewegung 


die " open air " Kirche 
 überall sind solche "wilden" Bereiche stehen geblieben 
dort wachsen Stauden und Wildblumen

im Park Cafe .. das eigentlich eine Pizzeria ist habe ich einen Kaffee getrunken und ein Eis gegessen 
dann habe ich mich in Bewegung gesetzt und einen Rundweg gestartet .. 😉
obwohl es ganz schön warm war 

 diese Pflanze hier sieht aus wie das Seifenkraut .. hat aber gefüllte Blüten 
ist wohl auch noch von der Gartenschau übrig geblieben 

Feierabendvergnügen .. Boule .. unter der großen Eiche

 hier gibt es sonntags Gottesdienste abwechselnd von beiden Konfessionen oder ökumenisch 


 die Schiffe fahren wieder ..allerdings noch nicht voll beladen 

 Blick auf die Ruine Ehrenfels




die riesengroße Eiche wurde zum Glück bei der Neugestaltung des Geländes mit einbezogen 
(früher waren hier ja wilde Schrebergärten und Gleisanlagen ) 


 wir nannten diese Nelken früher Grasnelken .. es könnte eine Kathäusernelke oder Steinnelke sein 
die Blätter der Zitterpappel sind auch immer in Bewegung 

 auch das Rheinwasser zeigt viel Bewegung 

das Panorama ist nicht so gelungen .. es hat "Knicke " 😉


 das sind die "Körbchen" der Flockenblume ..sieht das nicht toll aus? 

 auch dieser Winzling scheint mir eine Nelke zu sein 






oben rechts: das waren einmal Tunnelgänge die vom Bahnhofsgelände in den Aussenbereich führten 
für die Eisenbahner die in der Wagenhalle oder in der Waschanlage für E- Loks arbeiteten eine Abkürzung .. sie wurden zugemauert und die Gewölbe dienen im Sommer für Theateraufführungen  
links oben : die alte Wagenhalle (Ausbesserungshalle) .. jetzt in privater Hand 
wird für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt 
die Zitterpappel hat der Sommer arg gebeutelt.. hoffentlich erholt sie sich 
 auf der Scaterbahn ist den ganzen Tag etwas los.. viel Bewegung  😉



weiß jemand was das für eine Pflanze ist? Die Blüten sind wunderschön

ganz viele Möwen waren auf einmal am Himmel 

ich habe mich dann zum Bus begeben und bin heimgefahren 



Bilder lassen sich wie immer durch Anklicken vergrößern 
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Mittwoch, 5. September 2018

70 Jahre Verfassungskonvent von Herrenchiemsee (1948 )


was man beim Stöbern so alles findet ..

vor allem bin ich auf eine bedeutende Frau gestoßen (ist ja eigentlich sonst Astrids Metier 😉 )
ich kann es auch nicht so gut wie Astrid
aber ich wollte euch an diese Frau erinnern ohne die wir vielleicht immer noch unter der "Fuchtel" unserer Ehemänner stehen würden ..

Elisabeth Selbert

sie wurde am 22. September 1898 in Kassel geboren 

Martha Elisabeth Rohde wuchs als zweite von vier Töchtern in einer christlich orientierten Familie auf. Ihre typische Mädchenerziehung ließ nicht erahnen dass sie später eine der herausragendsten Streiterinnen für die Gleichberechtigung werden würde.Sie lernte Handarbeiten 
(stricken ,nähen,sticken )  und hatte wenig Zeit zum Lesen. Das Mädchengymnasium konnte die Familie nicht bezahlen, und so besuchte sie von 1912 an die Kasseler Gewerbe- und Handelsschule des Frauenbildungsvereins. Sie wollte Lehrerin zu werden. Auch dies scheiterte an fehlenden finanziellen Mitteln. Danach war sie als Auslandskorrespondentin einer Import-Export-Firma tätig.
1914 verlor sie ihre Stelle und arbeitete daraufhin als Postbeamtenanwärterin im Telegrafendienst der Reichspost.Hier lernte sie 1918 ihren späteren Ehemann Adam Selbert kennen.
Er war gelernter Buchdrucker und Vorsitzenden des Arbeiter - und Soldatenrates in Niederzwehren (bei Kassel).Er förderte Elisabeth und nahm sie auf politische Veranstaltungen mit. 
Ende 1918 trat sie in die SPD ein.

Durch den damaligen Oberbürgermeister von Kassel wurde sie ermuntert selbst aktiv in die Politik zu gehen.Frauen hatten nach Gründung der Weimarer Republik das aktive und passive Wahlrecht erhalten. Elisabeth Rohde schrieb Artikel und sprach auf Veranstaltungen über die Pflicht der Frauen, sich politisch zu informieren und zu engagieren.

1919 kandidierte sie erfolgreich für einen Sitz im Gemeindeparlament von Niederzwehren ; sie arbeitete dort im Finanzausschuss. Ihr wichtigstes Thema blieb jedoch die Gleichberechtigung. Im Oktober 1920 ging sie als Delegierte zur ersten Reichsfrauenkonferenz nach Kassel und kritisierte dort dass diese Gleichberechtigung immer noch "eine rein papierne sei" .

1920 heiratete sie Adam Selbert. Ein Jahr später wurde das erste Kind geboren, kurz darauf folgte ein zweites. Sie arbeitete arbeitete trotzdem weiter im Telegrafenamt, sorgte für die Kindererziehung und nahm sich weiter Zeit für ihre politische Tätigkei , stellte aber fest, dass ihr die theoretischen Grundlagen fehlten, und hoffte, dass eine juristische Ausbildung helfen würde, politisch effizienter wirken zu können.
Im Selbststudium bereitete sie sich auf das Abitur vor, das sie 1925 in Kassel als Externe nachholte. Danach studierte sie zunächst an der Universität Marburg als einzige Frau Rechts- und Staatswissenschaften. Kurz darauf wechselte sie an die Universität Göttingen.
Hier war sie unter den etwa 300 Studenten eine von fünf Frauen .
Elisabeth Selbert promovierte 1930 mit dem Thema : Zerrüttung als Ehescheidungsgrund.
Bereits damals kritisierte sie das Schuldprinzip.Ihre Vorschläge wurden aber erst in der Bundesrepublik Deutschland mit der Eherechtsreform von 1977 aufgegriffen und umgesetzt .
Bei der Reichstagswahl im März 1933 kandidierte Selbert auf der hessischen Landesliste für den Reichstag, wurde jedoch nicht gewählt.
Ihr Mann verlor schon in derAnfangszeit der nationalsozialistischen Herrschaft seine Arbeit und wurde im KZ Breitenau in „Schutzhaft“ genommen. Elisabeth Selbert legte 1934 das zweite Staatsexamen ab und stellte kurz darauf, von ihrem Mann gedrängt, den Antrag auf Zulassung zur Anwaltschaft.
Es war Eile geboten, denn die Nationalsozialisten versuchten, Frauen vollständig aus allen juristischen Berufen zu drängen .

Am 22. Juli 1934 trat die neue Justizausbildungsverordnung und am 20. Dezember 1934 das Gesetz zur Änderung der Rechtsanwaltsordnung in Kraft. Frauen waren als Anwälte nicht mehr zugelassen , weil das einen „Einbruch in den altgeheiligten Grundsatz der Männlichkeit des Staates“bedeute (muss man sich mal vorstellen .Leider scheinen das vor allem einige männliche Politiker immer noch so zu sehen ) Von 1935 an wurden nur noch Anträge männlicher Bewerber auf Zulassung zur Rechtsanwaltschaft genehmigt.

Elisabeth Selbert schaffte es aber trotzdem gegen das Votum der zuständigen Kammer und des Gauleiters am 15. Dezember 1934 am Oberlandesgericht zugelassen zu werden .
Zwei ältere Senatspräsidenten setzten sich für sie ein .Sie eröffnete eine Anwaltskanzlei und konnte so die Familie ernähren .

Nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft wurde Elisabeth Selbert 1946 für die SPD in die Verfassungsberatende Landesversammlung für Groß-Hessen und 1948 dann in den Parlamentarischen Rat gewählt, der die Aufgabe hatte, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland auszuarbeiten .

Mit Hilfe damaliger Frauenrechtsorganisationen und anderer Abgeordneter konnte sie – nach mehreren gescheiterten Abstimmungen – schließlich den Satz 
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 
durchsetzen. Es war ihr wichtig, dass die Gleichberechtigung als Verfassungsgrundsatz aufgenommen wurde, so mussten viele der damaligen familienrechtlichen Bestimmungen (die aus dem Jahr 1896 stammten) im Bürgerlichen Gesetzbuch ebenfalls überarbeitet werden , da sie diesem Grundsatz widersprachen. Die Adenauer-Regierung ließ den für eine Übergangsregelung im Artikel 117 gesetzten Termin „31. März 1953“ jedoch tatenlos verstreichen. Erst 1957 wurde das Gleichberechtigungsgesetz verabschiedet.

Später kandidierte sie für den Deutschen Bundestag, verfehlte einen Sitz aber knapp. Auch die ihre Nominierung als erste Richterin des Bundesverfassungsgerichts scheiterte 1958 nicht zuletzt an der mangelnden Unterstützung aus der SPD. 
In der 1., 2. und 3. Wahlperiode war sie Mitglied des Hessischen Landtags ,zog sich 1950 aber aus der Politik zurück und geriet fast in Vergessenheit. Sie arbeitete wieder als Rechtsanwältin in ihrer Kanzlei in Kassel bis zu ihrem 85. Lebensjahr.
Sie starb 1986 in Kassel 
 wiki
prantls-blick-


dazu drängen sich mir die Ereignisse der letzten Tage auf

Im Grundgesetz steht der Satz ..  
die Würde des Menschen ist unantastbar
da steht nicht.. die Würde der Deutschen.. sondern aller Menschen
Mich macht fassungslos wie dieser Satz gerade unter sie Stiefel der rechten Krawallbrüder gerät
wie er weggeschrien wird vom Pöbel
wie er weggeprügelt wird
Würde .. die sucht man heute immer öfter

Reporter und Kameraleute gehen mit Helmen und Bodygards zu den Demos
so weit ist es schon gekommen

da wird z.B.von einem Mann berichtet der versucht einen Reporter mit dummen Sprüchen aus der Reserve zu locken
als das nicht gelingt fängt er an laut zu werden und zu pöbeln:Jetzt könnt ihr wieder von den agressiven Demonstranten schreiben.. jaa.. ich bin jetzt agressiv aber IHR macht mich agressiv ..
Wie bitte? Dass die Medien über alles berichten macht agressiv? Der Reporter der seine Arbeit macht macht agressiv?? Darum darf man ihn angreifen .. beleidigen .. verletzen??
Man soll sie also in Ruhe ihr Süppchen kochen lassn.. nicht hinschauen... nicht berichten..
(oder verharmlosen ) ja..immer sind die anderen Schuld
man ist ja nicht rechts man ist nur "besorgter" Bürger
viel zu lange wurde gerade in Sachsen nicht hingeschaut .. nicht berichtet .. hat man es kleingeredet ..sind ja nur wenige ..sonst alles normale Bürger..

Für mich gilt.. wer da hin geht wo mit "Dreck" geworfen wird wir auch schmutzig..Wer zu einer Demo geht die von rechts organisiert ist zeigt seine Gesinnung
da gibt es nicht dran zu deuteln.
Wer unzufrieden ist hat andere Wege sich mitzuteilen
Gewalt ist keiner

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